Unsere Ziele und Projekte

Die Tuareg "Kel Eghlal" des Tales von Bagga, im Kreis Tahoua, waren früher erfolgreiche Züchter von Kamelen, Ziegen und Schafen. Leider verloren sie ihre Herden während der schweren Dürreperioden und auch Bürgerkriegen, die das Sahelgebiet in den Siebziger- und Achtzigerjahren heimsuchten. Seit dem Verlust der eigenen Herden sind die meisten "Kel Eghlal" nur noch Hirten von Tieren, die nicht ihnen gehören, und die Mehrheit von ihnen lebt im Elend. TATIT hat sich zum Ziel gesetzt, ihnen und vor allem ihren Kindern zu helfen, wieder eine würdige Zukunft aufzubauen. Wir wollen ihnen keine Langzeitunterstützung bieten, sondern ihnen die Möglichkeit geben, so schnell wie möglich wieder selber ihre Zukunft in die Hand nehmen zu können. Aber bis dieses Ziel erreicht ist, muss noch viel Hilfe geleistet werden. 1996 dachten wir, dass wenige Jahre dafür reichen werden, heute wissen wir, dass es wesentlich länger dauern wird....

  • Aufbau eines eigenen Tierbestandes (Kamele, Ziegen, Schafe, Esel) für die nomadisierenden Tuareg-Hirten, damit sie wieder Viehzüchter werden und vom Erlös ihrer Arbeit vernünftig leben können. Heute dürfen sie als einzigen Lohn für ihre Arbeit nur die Milch der Tiere als Nahrung für sich und ihre Familie behalten.

  • Verbesserung der Zukunftsperspektiven der jungen Generation : Wir ermöglichen einer Gruppe von zehn Kindern in der Kreisstadt Tahoua eine Schulbildung und wir kaufen den Nomadenkindern, die leider keine Schule besuchen können, für ihre Zukunft eine kleine Herde, um ihnen den Sprung in ein aktives Erwachsenenleben zu erleichtern. Diese Hilfe können wir dank Patenschaften von monatlich minimal 30 € gewährleisten.

  • Ermutigung der neuen Generation in der Arbeitssuche neue Wege zu gehen: Wir finanzieren zum Beispiel Jugendlichen die Fahrprüfungen und/oder eine Automechanikerlehre, oder unterstützen sie beim Erwerb eines eigenen kleinen Ladens.

  • Einführung der Tuareg in die Landwirtschaft dank dem Kauf eines grossen Gartens und Bau von Lehmhütten für diejenigen, die sesshaft werden wollen.

  • Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien: Wir helfen ihnen, die notwendigen Grundnahrungsmittel zu kaufen, bis sie selber für sich sorgen können. Wir zahlen auch im Falle von schwerer Krankheit die Medikamente und die Spitalpflege, da es dort keine Krankenkasse gibt, die diese Kosten übernimmt. Wir bauen Lehmhütten, die wir den mittellosen Nomadenfamilien die wünschen für einige Zeit sesshaft zu werden zur Verfügung stellen.